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Hubrettungsfahrzeug

Das Hubrettungsfahrzeug ist eine besondere Form des Sonderfahrzeugs. Es kommt bei der Feuerwehr sowie vereinzelt beim Technischen Hilfswerk (THW) zum Einsatz. Seine Aufgaben liegen in der Brandbekämpfung, technischen Hilfeleistung und der Rettung von Menschen aus großen Höhen. Die Anforderungen an die Sicherheitstechnik in einem Hubrettungsfahrzeug basieren auf der DIN EN 1777.

Ähnlich dem Wechselladerfahrzeug basiert das Hubrettungsfahrzeug auf einem Lastkraftwagen, ist im Gegensatz zu diesem hinter dem Führerhaus allerdings mit einem festen Lkw-Aufbau ausgestattet. Dieser enthält neben der restlichen Beladung eine Drehleiter, welche zumeist zum normierten Typ „DLK 23-12“ gehört. Das Kürzel steht für die Ausstattung und Rahmendaten der Leiter und bezeichnet eine Drehleiter (DL) mit Korb (K), die eine Nennrettungshöhe von 23 Metern und eine Nennausladung von 12 Metern erreichen kann. Vereinzelt gibt es auch größere Modelle. Eine Alternative zur Drehleiter stellt der Teleskopmast dar. Dieser erlaubt es, schwierigere Positionen als eine Drehleiter anzufahren, benötigt allerdings eine längere Rüstzeit und ist aufgrund des Fehlens einer Leiter für die Rettung großer Personenzahlen weniger geeignet.

Die Nennrettungshöhe gibt im maximal ausgefahrenen Zustand den senkrechten Abstand der obersten Leitersprosse zum Boden an. Die Nennausladung steht bei Drehleitern für den horizontalen Abstand der Außenkante des Hubrettungsfahrzeugs zum Lot der höchsten Sprosse.

Ein Hubrettungsfahrzeug führt verschiedene Ausrüstungsgegenstände mit. Dazu gehören unter anderem Atemschutzgeräte, Werkzeug, ein Druckschlauch sowie Flutlichtscheinwerfer, die am Korb angebracht werden können. Auch ein Sprungpolster ist häufig Teil der Ausstattung.

Hubrettungsfahrzeuge mit Drehleiter oder Teleskopmast sind vor allem für höhere Gebäude geeignet. Aufgrund dieser aufwändigen Technik sind sie deutlich teurer als andere Einsatzleitwagen und stellen mit Blick auf die verbaute Fahrzeugtechnik eine besondere Herausforderung für den Sonderfahrzeugbau dar.

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